IaC17-Sieger-Buehne-schraeg

IaC17-Sieger auf der Bühne mit Laudatoren

| Michaela Handrek-Rehle / VDE
15.12.2017 753 0

Sieger 2017

Kontakt

Anja Rottke
IaC17-1.Preis-Modell-an-VDE-Stand

1. Preis

Philipp Grube vom Immanuel-Kant-Gymnasium in Bad Oeynhausen hat mit seinem Projekt "Smarwac" den ersten Platz belegt.

IaC17-1.Preis-Modell-an-VDE-Stand

Philipp Grube vom Immanuel-Kant-Gymnasium in Bad Oeynhausen hat mit seinem Projekt "Smarwac" den ersten Platz belegt.

Öffentliche Toilettenanlagen sind häufig wenig einladend. Das WC der Zukunft „hat einen automatisierten Ein- und Ausgang und berührungslos-begehbare Toilettenkabinen. Daraus resultieren vor allem ein höherer Hygienestandard, eine optimierte Privatsphäre und eine hohe Benutzerfreundlichkeit“, beschreibt Philipp sein Konzept. Digitale Zutrittskontrollen verhindern Staus im Toilettenraum. Die Türen öffnen sich ganz ohne Berührung der Türklinken. Auch die Waschbecken funktionieren ohne direkten Kontakt.

IaC17-2.Preis-Modell

2. Preis

Tilmann Bruns, Fabian Eich und Justus Kaufmann vom Gymnasium Lindlar haben mit ihrem Projekt "Stabile Krankenliegen" den zweiten Platz belegt.

IaC17-2.Preis-Modell

Tilmann Bruns, Fabian Eich und Justus Kaufmann vom Gymnasium Lindlar haben mit ihrem Projekt "Stabile Krankenliegen" den zweiten Platz belegt.

Fahrten im Krankenwagen können für verletzte Personen unangenehm sein. Das neue Krankenwagenmodell soll mit seiner beweglichen Liege das Verrutschen des Patienten während der Fahrt verhindern: „Beim Beschleunigen oder Bremsen des Krankenwagens, bei Gefälle sowie in Kurven wird die Liege so geneigt, dass keine horizontalen Beschleunigungen auf den Patienten wirken. Auf diese Weise können schwerverletzte Personen so schonend wie möglich transportiert werden“, beschreiben sie ihr Konzept.

IaC17-3.Preis-Modell

3. Preis

Philipp Deuster, Julian Liphardt und Alexander Zimmer von der Internatsschule Schloss Hansenberg in Geisenheim haben mit ihrem Projekt "ICD - Intelligent Car Door" den dritten Platz belegt.

IaC17-3.Preis-Modell

Philipp Deuster, Julian Liphardt und Alexander Zimmer von der Internatsschule Schloss Hansenberg in Geisenheim haben mit ihrem Projekt "ICD - Intelligent Car Door" den dritten Platz belegt.

Überall lauern Hindernisse: Vorbeifahrende Radfahrer oder enge Parklücken sind ein Problem, wenn sich Autotüren öffnen. „Wir präsentieren den Prototypen einer intelligenten Autotür, der Hindernisse und Gefahren erkennt und darauf reagiert. Die Tür öffnet und schließt selbstständig, sie funktioniert wahlweise aber auch über einen automatischen Bremsmechanismus. Ein eingebauter Ultraschallsensor erkennt hierzu mögliche Hindernisse“, erklären sie.

IaC17-BMBF-Sonderpreis-Modell

BMBF-Sonderpreis

Florian Winkler vom Werner-von-Siemens-Gymnasium in Großenhain hat mit seinem Projekt "LeafySan" den BMBF-Sonderpreis bekommen.

IaC17-BMBF-Sonderpreis-Modell

Florian Winkler vom Werner-von-Siemens-Gymnasium in Großenhain hat mit seinem Projekt "LeafySan" den BMBF-Sonderpreis bekommen.

Das Ziel ist ein optimiertes Pflanzenwachstum. Das vollautomatisierte Gewächshaus „besteht aus einer Aluminium-Wanne, in der sich die Erde, die Bewässerung, die Belüftung sowie der Feuchte-Sensor befinden. Außerdem hat es ein Plexiglasdach, an das eine Belüftungsklappe, ein CO2-Sensor und die LED-Beleuchtung montiert ist. Damit kann ich ohne Fremdeinwirkung vollautomatisch Pflanzen gedeihen lassen und optimale Standortbedingungen schaffen“, sagt Florian.

IaC17-Pilotprojekt-Modell

Pilotprojekt - Sonderpreis

Anna Behrmann, Marvin Kaiser, Timo Reichert, Eric Feltgen und Lara Esser vom Leibniz Gymnasium Dormagen haben unter der Leitung von OStR. Jörn Schneider für ihr Schulprojekt zur "Quantenkryptografie" einen Sonderpreis bekommen.

IaC17-Pilotprojekt-Modell

Anna Behrmann, Marvin Kaiser, Timo Reichert, Eric Feltgen und Lara Esser vom Leibniz Gymnasium Dormagen haben unter der Leitung von OStR. Jörn Schneider für ihr Schulprojekt zur "Quantenkryptografie" einen Sonderpreis bekommen.

Seit zwei Jahren gibt es am Leibniz-Gymnasium in Dormagen Schüler-Modellexperimente zur Quantenkryptographie. Insgesamt acht Schülerexperiment-Sets zur Quantenkryptographie setzt Lehrer Jörn Schneider im Unterricht der Oberstufe ein. „Bei unserem Projekt geht es um die Quantenkryptographie, also die abhörsichere Verschlüsselung über die Polarisation von Licht. Um später die verschickten Werte auszuwerten, benutzen wir zwei Lichtsensoren. Zum Auslesen nutzen wir jetzt das FPGA-Board“, erklärt das Team. Das soll zukünftig die Auswertung der Messung verbessern, die bisher noch durch eine auf einem Mikrocontroller basierende Elektronik erfolgt. Regelmäßig stößt sie aber bei den enormen Datenmengen und Echtzeitmessungen an ihre Grenzen.

John_Cohn-6

IBM Watson IoT Center München

Highlight für die Sieger: John Cohn, IBM Chief Agitator und IBM Fellow (höchster technischer Rang innerhalb von IBM) und selbsternannter „passionate nerd“ informierte sich über die Ideen der jungen Schüler/innen und zeigte sich begeistert von ihren Chip-Projekten. Und er weiß genau um die große Herausforderung dieser Hardwarebeschreibung für die Jugendlichen, da er im Bereich Design Automation arbeitete und hier über 70 Patente hält. Aktuell liegt sein Fokus bei IBM Watson auf der physikalischen Infrastruktur für IoT.

John_Cohn-6

Highlight für die Sieger: John Cohn, IBM Chief Agitator und IBM Fellow (höchster technischer Rang innerhalb von IBM) und selbsternannter „passionate nerd“ informierte sich über die Ideen der jungen Schüler/innen und zeigte sich begeistert von ihren Chip-Projekten. Und er weiß genau um die große Herausforderung dieser Hardwarebeschreibung für die Jugendlichen, da er im Bereich Design Automation arbeitete und hier über 70 Patente hält. Aktuell liegt sein Fokus bei IBM Watson auf der physikalischen Infrastruktur für IoT.

Ein echter Höhepunkt für die wichtigsten Informationen rund um den MikroSystemTechnikKongress 2017 in München: Die offizielle Pressekonferenz des VDE fand hoch über München in den Highlight Towers statt. Dort ist erst im Februar 2017 das IBM Watson IoT Center eingezogen. Die imposante Fensterfront mit ihrem großen Ausblick bot eine perfekte Kulisse für die Themen und Perspektiven des Kongresses. VDE-Präsident Dr. Gunther Kegel betonte einleitend die Bedeutung der Mikroelektronik und forderte die Politik auf, hier die High-tech und Innovationen als erste Priorität zu setzen, die Mikroelektronik-Offensive massiv zu verstärken und auch in der Bildung die digitale Transformation sinnvoll voran zu treiben. Er wies zudem auf CERT@VDE als neutrale Informations- und Sicherheitsplattform gegen Cyberangriffe hin.

Als Gastgeberin begrüßte Nina Tebbe, Chief of Staff for General Manager Watson IoT, die Anwesenden am neuen Hauptsitz für den Geschäftsbereich Watson IoT. In München werden die technischen und wirtschaftlichen Potenziale für die künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge weiter erforscht und erprobt. Neue Wege der Zusammenarbeit der IBM Experten mit Kunden, Partnern und Forschungseinrichtungen sollen innovative Lösungen für neue kognitive Technologien schaffen.

Dr. Tim Gutheit, Senior Director Technology & Innovation Automotive der Infineon AG, erläuterte die aktuellen Trends der Mikroelektronik im Bereich Automotive. Der wissenschaftliche Tagungsleiter des MikroSystemTechnik-Kongresses Prof. Christoph Kutter, Fraunhofer-Einrichtung für Mikrosysteme und Festkörper-Technologien EMFT informierte die Journalisten abschließend über die zentralen Kongressschwerpunkte. Neben den klassischen Themenfeldern Mikro-Nano-Integration, Technologien und Materialien und Aufbau und Verbindungstechnik warten auch neue Themen wie RF-MEMS, Bio- und Chemische Sensorik und Mikroaktorik auf die rund 800 Kongressteilnehmer.

Auch der Nachwuchs bekommt Raum auf der Pressekonferenz. Die Siegerteams von INVENT a CHIP  zeigten bei IBM vorab ihre prämierten Projekte. Das smarte und hygienische WC der Zukunft, der schonende Transport im Krankenwagen, die intelligente Autotür, das optimale und chipgesteuerte Pflanzenwachstum oder die sichere Verschlüsselung von Daten – die Schülerinnen und Schüler erklärten ihre Projekte, die sie als echte Chipentwicklungen in Hardware umgesetzt hatten.

Impressionen