IaC19-Startfoto

Oskar, Maxim und Mavie mit erfolgreich programmiertem FPGA-Board auf dem Workshop 2019

| Anja Rottke / VDE
04.05.2019 3202 0

Fit for Chips: Workshop am IMS Hannover

Vom 2. bis 5. Mai 2019 hieß es wieder von Donnerstag bis Sonntag in Hannover: Wir machen Schüler/innen fit für die Umsetzung ihrer eigenen Ideen in eine Mikrochipanwendung. Nein, das ist keine Zauberei, sondern exklusives Expertenwissen von unseren Profis aus Hannover. Zunächst sind es nur die eigenen Ideen - in den nächsten Monaten werden die ausgewählten Schülerinnen und Schüler diese in Logik beschreiben, Sensoren und Aktoren ansteuern und ihre Projekte so mit dem FPGA-Board zum Leben erwecken.

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Anja Rottke

Praxisteams und Chipentwicklungen 2019

Hier stellen wir euch kurz die Teams vor, die nun bis Anfang September an ihren Chipentwicklungen tüfteln. Sortiert sind die Teams der IaC-Praxisphase übrigens alphabetisch nach dem Ort der Schule.

Ihr findet die regionalen Pressemitteilungen in der jeweiligen Kurzbeschreibung zum Download verlinkt. Bitte nicht wundern: wenn 2 Teams von einem Gymnasium kommen, gibt es natürlich nur 1 regionale Pressemitteilung mit Infos zu beiden, daher bei diesen Teams identische Texte eingestellt.

Die allgemeine, überregionale Pressemitteilung ist im Untermenüpunkt "Presse".

Dormagen-Frontscheibe

Intelligente Frontscheibenheizung

Oliver (16) vom Leibniz-Gymnasium in Dormagen möchte mit der Auslesung von Laser- und Dioden-Daten einer vereisten Frontscheibe zu Leibe rücken, so dass Eis rechtzeitig erkannt und automatisch durch die Frontscheibenheizung beseitig wird.

Dormagen-Frontscheibe

Oliver (16) vom Leibniz-Gymnasium in Dormagen möchte mit der Auslesung von Laser- und Dioden-Daten einer vereisten Frontscheibe zu Leibe rücken, so dass Eis rechtzeitig erkannt und automatisch durch die Frontscheibenheizung beseitig wird.

Dormagen-Lux

Lux

Justus und Yannik (beide 16) vom Leibniz-Gymnasium in Dormagen möchten mit ihrem Chip eine intelligente Lampe steuern, die Farbtöne, Helligkeitsstufen und gewünschte Einschaltzeiten auf Wunsch variieren kann.

Dormagen-Lux

Justus und Yannik (beide 16) vom Leibniz-Gymnasium in Dormagen möchten mit ihrem Chip eine intelligente Lampe steuern, die Farbtöne, Helligkeitsstufen und gewünschte Einschaltzeiten auf Wunsch variieren kann.

Fuerth

RISCkant

Jan-Niklas (16), Christian (17), Sebastian (16) und Simon (16) vom Hardenberg-Gymnasium in Fürth möchten als Open-Source-Lösung die automatische Bilderkennung mit ihrem Chip verbessern. Verschiedene Anwendungen sind möglich, wie beispielsweise ein Roboter, der Müll erkennt und aufsammelt.

Fuerth

Jan-Niklas (16), Christian (17), Sebastian (16) und Simon (16) vom Hardenberg-Gymnasium in Fürth möchten als Open-Source-Lösung die automatische Bilderkennung mit ihrem Chip verbessern. Verschiedene Anwendungen sind möglich, wie beispielsweise ein Roboter, der Müll erkennt und aufsammelt.

Kirchzarten-Finn

Datenreiches Licht

Finn (15) vom Marie-Curie-Gymnasium Kirchzarten möchte die optische Datenübertragung komplexer und Leistungsfähiger machen. Ganz ohne Kabel sollen die Daten flink und sicher mittels Licht durch den Raum übertragen werden.

Kirchzarten-Finn

Finn (15) vom Marie-Curie-Gymnasium Kirchzarten möchte die optische Datenübertragung komplexer und Leistungsfähiger machen. Ganz ohne Kabel sollen die Daten flink und sicher mittels Licht durch den Raum übertragen werden.

Lindlar-Medi

MediController

Tom (15), Andreas (15), Fabian (14) und Justus (14) vom Gymnasium Lindlar möchten eine intelligente Medikamentenausgabe realisieren, die sich den individuellen Bedürfnissen des Patienten anpasst und einfach bedienbar und benutzerfreundlich sein soll.

Lindlar-Medi

Tom (15), Andreas (15), Fabian (14) und Justus (14) vom Gymnasium Lindlar möchten eine intelligente Medikamentenausgabe realisieren, die sich den individuellen Bedürfnissen des Patienten anpasst und einfach bedienbar und benutzerfreundlich sein soll.

Lindlar-Katze

Katzenklappe mit Mauserkennung

Die Geschwister Tara (15) und Connor (13) vom Gymnasium Lindlar möchten verhindern, dass ihre Katze samt Maus im Maul das Haus betritt. Die smarte Katzenklappe verweigert den Zutritt mit Beute.

Lindlar-Katze

Die Geschwister Tara (15) und Connor (13) vom Gymnasium Lindlar möchten verhindern, dass ihre Katze samt Maus im Maul das Haus betritt. Die smarte Katzenklappe verweigert den Zutritt mit Beute.

Lingen

Badezimmerupdater

Vivian und Jasmin (beide 16) vom Franziskusgymnasium in Lingen möchten Stress und Stau vor dem heimischen Badezimmer verhindern. Ihr "Badezimmerupdater" schickt Statusmeldungen an alle Hausbewohner und erspart lästiges Nachschauen nach freier Dusche.

Lingen

Vivian und Jasmin (beide 16) vom Franziskusgymnasium in Lingen möchten Stress und Stau vor dem heimischen Badezimmer verhindern. Ihr "Badezimmerupdater" schickt Statusmeldungen an alle Hausbewohner und erspart lästiges Nachschauen nach freier Dusche.

Muenchen

Not-a-BAT-Chip

Mavie (17) und Maxim (19) sowie Samuel (18, hier nicht auf dem Foto) vom St.-Anna-Gymnasium in München möchten mithilfe von Ultarschallsensoren eine Orientierungshilfe für Blinde per Chip realisieren, die ihnen ermöglicht, die Welt als Relief wahrzunehmen.

Muenchen

Mavie (17) und Maxim (19) sowie Samuel (18, hier nicht auf dem Foto) vom St.-Anna-Gymnasium in München möchten mithilfe von Ultarschallsensoren eine Orientierungshilfe für Blinde per Chip realisieren, die ihnen ermöglicht, die Welt als Relief wahrzunehmen.

Oranienburg

Snow-Load-Protection-Balance-System

Jakob (14), Sebastian (12), Steve (13) und Felix (13) vom Friedlieb-Ferdinand-Runge-Gymnasium in Oranienburg waren beeindruckt von den enormen Schneemassen des letzten Winters. Ihr Chip soll automatisch die Schneelast für die Dächer berechnen und so rechtzeitig vor Einsturzgefahr warnen.

Oranienburg

Jakob (14), Sebastian (12), Steve (13) und Felix (13) vom Friedlieb-Ferdinand-Runge-Gymnasium in Oranienburg waren beeindruckt von den enormen Schneemassen des letzten Winters. Ihr Chip soll automatisch die Schneelast für die Dächer berechnen und so rechtzeitig vor Einsturzgefahr warnen.

Wedemark-Oskar

Tierfuttermischanlage

Oskar (17) vom Gymnasium Mellendorf in Wedemark möchte mit seinem Chip die optimale Futterversorgung für Nutzvieh sicher stellen, indem automatisiert das beste Mischungsverhältnis ausgewählt wird.

Wedemark-Oskar

Oskar (17) vom Gymnasium Mellendorf in Wedemark möchte mit seinem Chip die optimale Futterversorgung für Nutzvieh sicher stellen, indem automatisiert das beste Mischungsverhältnis ausgewählt wird.

Logisch – Expertenwissen für Schüler/innen:

Wie werden aus logischen Gattern und ihren Verschaltungen komplexe Projekte? Wie setzt ihr eure Ideen und die Ansteuerungen von Sensoren und Aktoren in Hardware um? Und wie geht ihr damit um, dass bei der Hardwarebeschreibung alle Prozesse gleichzeitig ablaufen? All das ist extrem spannendes Wissen.

Bei IaC lernt ihr direkt von den Profis. Jährlich im Frühjahr startet der Workshop am  Institut für Mikroelektronische Systeme der Leibniz Uni (IMS) in Hannover. Von Donnerstag bis Sonntag habt ihr dann Zeit, euch alles erklären zu lassen und Fragen zu stellen. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter sind teilweise gar nicht viel älter als ihr – sie haben ihr Studium schon beendet und forschen nun am Institut in verschiedenen Projekten. Aber das Wichtigste ist: Sie kennen sich aus mit Chipdesign und zeigen euch, wie ihr eure Projekte erfolgreich umsetzt. Mit einer guten inhaltlichen und zeitlichen Planung. Mit dem nötigen Know-how und unseren FPGA-Boards als Schnittstelle für die anzuschließende Hardware. Mit dem Forum, über das ihr auch während der Praxisphase zuhause jederzeit Unterstützung habt.

Und ihr seid nicht alleine: Ihr lernt auf dem Workshop die anderen Teams aus ganz Deutschland kennen. Ihr könnt euch in Hannover und auch danach im Forum austauschen und gute Kontakte knüpfen – auch zu den Alumni, die im Forum aktiv sind.

Zugegeben, Chipentwicklung ist aufwändig und komplex. Aber für Schüler/innen gut machbar, das zeigen alle Erfolge aus den vergangenen Jahren seit unserem Start 2002. Und natürlich kommt auch der Spaß in Hannover nicht zu kurz. Beim Workshop, aber auch beim gemeinsamen Grillen oder Aktivitäten wie LaserTag. Am Institut und in der Mensa könnt ihr schon ein wenig Uni-Luft schnuppern. Und wenn ihr im Herbst euer Zertifikat über die erfolgreiche Umsetzung eurer Chipidee in Händen haltet, könnt ihr zu Recht stolz auf euch sein. Ihr habt wertvolle Kenntnisse in einer wichtigen Zukunftstechnologie gewonnen und in der Durchführung und Umsetzung eines komplexen Projektes – wichtige Skills für das spätere (Berufs-)Leben. Ach ja, die besten Teams bekommen auch noch Geldpreise und Einladungen zu Messen und Veranstaltungen.

Das Institut in Hannover entwirft mikroelektronische Schaltungen, vor allem in der digitalen Signalverarbeitung: aktuell zum Beispiel in der Medizintechnik mit Testmodulen für Sportler oder bei Fahrerassistenzssystemen in der Auswertung von Sensordaten. Das IMS betreut die Ausbildung der Lehrkräfte in der Mikroelektronik und setzt sich mit IaC und vielen weiteren Aktionen für die Nachwuchsförderung ein.

Impressionen vom Workshop für Schüler/innen 2019 (und 2018)